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Nibelungensteig im ARD-Buffet

Mitglieder von Outdoor/Wandern bei Filmarbeiten

Nibelungensteig: Wanderstrecke wurde zur schönsten in ganz Hessen gewählt / ARD filmt für Sendung Buffet mit acht Menschen aus Lorsch und Bensheim

Kamera läuft – und wandern, bitte!

Von unserer Mitarbeiterin Gerlinde Scharf

Endlich scheint die Sonne: Wegen des Regens der letzten Tage mussten alle Nibelungensteig-Szenen - hier am Felsenmeer - an einem Tag abgedreht werden.

© Lotz

Bergstraße/Reichenbach. Der Nibelungensteig ist der schönste Wanderweg des ganzen Bundeslands. Das sagen zumindest die Zuschauer der TV-Reihe "hallo hessen". Bei einem Voting der hr-Sendung ließ die beliebte - inzwischen auf 130 Kilometer Länge angewachsene - Wanderroute im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, alle übrigen Mitkonkurrenten schlecht aussehen. Der Hessen-Sieger aus dem südlichen Landesteil schaffte damit mühelos den Sprung in eine höhere Liga: ins Erste Deutsche Fernsehen und in die Sendung "ARD-Buffet", die regelmäßig von Montag bis Freitag von 12.15 bis 13 Uhr ausgestrahlt wird.

Dort werden seit Juni in der Rubrik "Wanderkarte Deutschlands" jeweils dienstags und donnerstags die Top-Strecken aller 16 Bundesländer vorgestellt. Der Nibelungensteig ist am Donnerstag, 1. Oktober, an der Reihe. Dreieinhalb Minuten lang wird der Beitrag von Reporterin Kristina Vetterke dauern, in dem sie die schönsten, idyllischsten und abenteuerlichsten Orte und Streckenabschnitte des touristischen Erfolgsmodells vorstellt. Noch mehr: In dem Beitrag wird aber auch die Rede von Sagen und geheimnisvollen Mythen sein, die den Odenwald prägen. Lars Gölz, scheidender Leiter der Tourismusagentur von der Wirtschaftsförderung Bergstraße leistete den Fernsehprofis gestern Mittag wertvolle Schützenhilfe.

Die Hauptrolle im Film spielt ganz klar der Nibelungensteig. Keineswegs nur ein Komparsen-Status steht allerdings denjenigen Menschen zu, die sich gemeinsam mit dem Filmteam auf Wanderschaft begeben haben. Auf einen Aufruf im BA hin haben sich Anita Tschunt und Harry Rinkes aus Lorsch, sowie die vierköpfige Familie Anja, Stefan, Lennard (6) und Louis (8) Wendel aus Bensheim gemeldet. Brigitte und Heinz Schmitt ließen sich von der Begeisterung Anja Wendels, die bei der SSG Bensheim die Outdoor-Wandergruppe leitet, anstecken und packten ebenfalls ihre Rucksäcke für das Fernseh-Abenteuer.

Alle acht Nibelungensteig-Bezwinger bekräftigten, dass sie in ihrer Freizeit oft und gern zu Fuß im Odenwald unterwegs sind. Die professionelle Ausrüstung sprach Bände: Wanderstiefel, Stöcke, Regenschutz und Rucksack. Lennard und Louis Wendel schwänzten nicht etwa einen Tag lang die Schule, um ein Mal ins Fernsehen zu kommen, sie wurden nach Rücksprache mit der Leitung der Hemsberg- und der Märkerwaldschule hochoffiziell für einen Tag freigestellt. Für Papa Stefan war es ebenfalls ein besonderer Tag: Er feierte seinen Geburtstag und bekam selbstverständlich ein Ständchen gesungen.

Alle Drehtermine an einem Tag

Dass die Nibelungensteig-Tour mit eintägiger Verspätung startete und mit einem einzigen Drehtag auskommen musste - ursprünglich waren zwei vorgesehen -, hatte einen ganz bestimmten Grund: Am Donnerstag regnete es Bindfäden, den lieben langen Tag. Der vorgesehene Stopp auf der Burg Lindenfels und der Besuch des Drachenmuseums mussten ebenso auf gestern verlegt werden, wie alle übrigen telegenen Stippvisiten.

"Es ist heute ideales Wetter", schwärmten dann aber alle Beteiligten, als es endlich losging. Start der Nibelungensteig-Tour war Lindenfels. Die erste Station wurde auf dem Melibokus eingelegt, wo die achtköpfige Gruppe mitsamt Fernsehteam den Turm bestieg. Mit dem Auto - nein, nicht zu Fuß - wurde anschließend das Felsenmeer in Reichenbach angesteuert, wo schon Felsenmeerkobold Kieselbart alias Marietta Hiller und der neue Geschäftsführer des Felsenmeer-Informationszentrums, Lutz Lelgemann, auf die Gruppe warteten. Lelgemann schwärmte vor dem Kamerateam in höchsten Tönen vom Felsenmeer als "Leuchtturm unter den Naturdenkmälern im Kreis und in der gesamten südlichen Region".

Überrascht dürften die Fernsehzuschauer in anderen Teilen Hessens darüber sein, dass es im Nibelungenland nicht nur einen Siegfriedbrunnen, sondern gleich mehrere gibt. Zwei davon, einer am Felsenmeer, der andere in Grasellenbach, werden im ARD-Buffet zu sehen sein. Im Burgstädtchen Lindenfels packte ARD-Reporterin Vetterke ein weiteres Mal ihre Kamera aus und verteilte Mikrofone, bevor es nach Grasellenbach und an den Marbachstausee weiter ging. Endstation war am Himbächel-Viadukt bei Hetzbach.

Samstag, 19.09.2015

28.09.2015  |  aw